E-Business: Blühender Zweig dank Big Data

Jeden Tag wird sie ein wenig größer, sie baut sich auf und rollt über uns mit einem Riesenvolumen hinweg. Im Jahr 2012 betrug das weltweit verarbeitete Datenvolumen 2,8 Zettabyte, einer Zahl mit 21 Nullen. Um in Bildern zu sprechen: Für eine Speicherung all dieser Daten bräuchte man 595.744.680.851 herkömmliche DVDs, wie auf www.t-systems.de zu lesen ist. Mittlerweile ist die Welle noch gewaltiger und bis 2020 soll sie gar bis auf 40 Zettabyte anwachsen. Big Data lautet der Überbegriff dessen, was in der IT-Branche DAS Thema ist.

Big Data: Ein Eldorado für Unternehmen, Hochschulen und Berufstätige

Geht man mal weg von den ganz brisanten Themen wie Datenschutz und der verzwickten Frage nach Speichermöglichkeiten respektive nach der Verwendung all dieser – mal mehr, mal weniger wertvollen Daten – bieten Big Data ein Eldorado für Unternehmen, Hochschulen und Berufstätige. An der Bauhaus-Uni in Weimar gibt es beispielsweise seit Februar diesen Jahres die erste Professur für Big Data, Data Scientists werden händeringend gesucht und die Hochschulen bereiten sich und ihre Studenten mit neuen Studiengängen auf eine Zukunft vor, die ohne Big Data nicht mehr vorstellbar ist – und die unterschiedliche Branchen betreffen: wie E-Business.

Masterstudiengang E-Business an der Hochschule Niederrhein

Seit dem Wintersemester 2012/13 gibt es den Masterstudiengang E-Business an der Hochschule Niederrhein, der in vier Semestern das Ziel verfolgt, qualifizierte Führungskräfte für die boomende Online-Branche mit einem Schwerpunkt auf E-Business auszubilden. Besonderer Fokus liegt dabei auf E-Commerce und Multi-Channel-Retailing.

Einblicke ins E-Commerce

Klick. Mich. An. E-Commerce erlebt seit Jahren einen rasanten Aufstieg, ein Ende ist nicht absehbar. Auch immer mehr Start-ups bereichern den Markt

Die Branche arbeitet am Einkaufserlebnis der Zukunft – online und offline

Foto: secretgarden / Quelle: PHOTOCASE
E-Business: Blühender Zweig!

Aufbau des Studiums 'E-Business'

Während im ersten Semester das vorhandene Wissen der Studenten in den handelsbetriebswirtschaftlichen, rechtlichen und informationstechnologischen Bereichen aktualisiert und vertieft wird, kommen weitere Kenntnisse zum Management von E-Shops und komplexen Multi-Channel-Systemen hinzu. Im zweiten Semester stehendie Vermittlung des wissenschaftlichen und methodischen Rüstzeugs zur Lösung komplexer Aufgabenstellungen im Online-Marketing sowie die notwendigen Soft Skills im Fokus.

Mit Problemen aus der Online-Praxis und der Erarbeitung von Lösungsansätzen für komplexe Aufgabenstellungen beschäftigen sich die Studierenden im dritten Semester, in dem sie zudem im Rahmen eines Forschungsprojektes auf das selbstständige Arbeiten in wissenschaftlichen sowie praxisorientierten Projekten vorbereitet werden:

»Durch die Mitarbeit in laufenden Forschungsvorhaben setzen sie sich im Forschungsteam mit neuen betriebswirtschaftlichen und technischen Entwicklungen auseinander und werden auf die Übernahme von Führungsverantwortung vorbereitet.«
Professorin Silvia Zaharia, Koordinatorin des Masterstudiengangs an der Hochschule Niederrhein.

Das vierte Semester steht dann ganz im Zeichen der Masterarbeit. 

eBusiness-Studium an der Uni Cottbus-Senftenberg

Auch an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wird ›eBusiness‹ gelehrt, dessen Inhalte sich wiederum an der Wirtschaftsinformatik orientieren:

»Es werden alle Schlüsselqualifikationen vermittelt, die die Absolventen in die Lage versetzen, die Potenziale der modernen Informationstechnologien für Unternehmen wirtschaftlich zu nutzen und damit entscheidende Beiträge für die Erhaltung und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu leisten.

Eine besondere Bedeutung fällt dabei der Integration des Internets im Allgemeinen und der entsprechenden Technologien in die bestehenden Prozesse und Abläufe der Unternehmen zu.«

Professor Uwe Meinberg, Inhaber des Lehrstuhls Industrielle Informationstechnik und Leiter des Studiengangs ›eBusiness‹.

Um diese Potenziale der modernen Informationstechnologien am besten, am wirtschaftlichsten zu vereinigen, sind die Studiengänge an beiden Hochschulen interdisziplinär ausgelegt. An der Hochschule Niederrhein lehren Professoren und Lehrbeauftragte aus unterschiedlichen fachlichen Richtungen: Professoren für Marketing und Handel, Strategie und Controlling, Spezialisten für Online-Kommunikation, Shop-Design und -Management, Shop-Design und -Management, Web-Analytics aus Agenturen, IT-Spezialisten aus der Unternehmensberatung sowie Operation-Spezialisten aus führenden Multi-Channel-Handelsunternehmen. 

Langweilig wird es den Studenten also nicht so schnell. E-Business ist ein hochdynamisches Ausbildungs- und Arbeitsumfeld:

»Die Entwicklungen in der IT sind nach wie vor rasant und bieten laufend neue Möglichkeiten, die E-Business umsetzen, bis hin zu vollkommen neuen Geschäftsmodellen, die durch die technologischen Entwicklungen ermöglicht werden«, erläutert Meinberg von der BTU Cottbus-Senftenberg und führt weiter aus, dass somit die Herausforderung darin bestünde, dafür bereit zu sein, sich laufend mit neuen Gegebenheiten und Entwicklungen im Interesse der Unternehmen auseinanderzusetzen. »Was sicherlich den Reiz der Ausbildung ausmacht.«

E-Business-Studium: Perspektiven danach

Was nach der Ausbildung kommt, lässt sich kurz beschreiben: eine Vielfalt an Möglichkeiten:

»E-Business-Manager, E-Commerce- oder Online-Marketing-Manager, Projektleiter in den Bereichen E-Commerce und Business-Development in Unternehmen aller Größen. Weitere Anwendungsbereiche sind unter anderem der Multi-Channel-Handel, der Electronic-, Social- oder Mobile-Commerce, die Tourismus- und Dienstleistungsindustrie sowie Kreativ-Online-Agenturen«, zählt Zaharia von der Hochschule Niederrhein auf.

So viele Möglichkeiten es gibt, so sehr bleibt E-Business auch ein sich stetig verändernder Bereich, der unmittelbar mit der Entwicklung der Unternehmen allgemein verbunden ist, wie Meinberg betont: »Betrachtet man die aktuellen Trends in Unternehmen, die beispielsweise durch die Schlagworte ›Industrie 4.0‹, ›Globalisierung‹ oder ›Big Data‹ gekennzeichnet sind und berücksichtigt man zudem die Entwicklungen in der Gesellschaft, die Einfluss auf Unternehmen haben, kann man davon ausgehen, dass E-Business auf lange Sicht ein bedeutender Aspekt für die Unternehmen – gerade auch im internationalen Kontext – bleibt.« 

Text: Evelyn Eberl

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Uwe Meinberg, BTU Cottbus

»E-Business ist die Unterstützung der Geschäftsprozesse, die zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern, seinen Kunden und seinen Lieferanten abgewickelt werden müssen, mittels elektronischer Medien.«

Prof. Dr.-Ing. Uwe Meinberg, Inhaber des Lehrstuhls Industrielle Informationstechnik, Leiter des Studiengangs ›eBusiness‹, BTU Cottbus-Senftenberg