Frau mit Maske die Superheldin nachmacht

Branchencheck: Karriere im Consulting

Warum einsteigen im Consulting? Steile Aufstiegsmöglichkeiten, Top-Gehälter und spannende Weiterbildungsmöglichkeiten warten

Zugegeben, den Automobilherstellern als bevorzugte Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler den Rang abzulaufen, ist keine einfache Aufgabe. Dennoch sind Unternehmensberatungen ebenfalls auf den Top-Rängen vertreten, wenn es um die Wunscharbeitgeber der Absolventen geht: gleich drei Consulting-Größen haben es in die Liste der Top-20-Arbeitgeber von Wiwi-Absolventen aus dem Jahr 2015 geschafft. Auch für das Jahr 2016 planen 78 Prozent der großen Beratungen Einstellungen von Junior Consultants, bei den mittelgroßen Beratungen immerhin 56 Prozent, so eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU).

Top-Einstiegsgehälter im Consulting

Das ist keine Überraschung, denn die Unternehmensberatungen glänzen mit Einstiegsgehältern, die sich sehen lassen können: Bis zu 70.000 Euro können es mit etwas Glück – und entsprechendem Leistungswillen – bei den Größten der Branche sein. Diese lassen sich durch Fleiß, Arbeitswillen und Engagement in den Folgejahren noch einmal ordentlich erhöhen. Zudem bestehen viele Gehälter aus einem fixen und einem variablen Anteil. Über genaue Beträge wird öffentlich gerne Stillschweigen bewahrt, allerdings versprechen die meisten Beratungen »je nach individueller Geschwindigkeit der Karriereentwicklung attraktive Gehaltssteigerungen«, wie Claudia Fell, Partnerin bei Oliver Wyman bestätigt.

Schneller Aufstieg garantiert

Schnelle Aufstiegs- und vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten locken ebenfalls nach wie vor viele Absolventen ins Consulting. Eine steile Lernkurve ist in den ersten Arbeitsjahren garantiert. Bei KPMG profitieren Einsteiger von einem breiten internen und externen Schulungsangebot. »Darüber hinaus fördern wir Master- und Berufsexamen sowie zahlreiche Zertifizierungen«, ergänzt Carsten Müller, personalverantwortlicher Partner im Bereich Consulting. In den meisten Beratungen ist die Weiterbildung ein Schlüsselelement der Absolventenförderung. Oliver Wyman biete beispielsweise regelmäßig Trainings, die auf die jeweilige Karrierestufe des Beraters abgestimmt seien und in denen der fachliche Austausch über internationale Grenzen hinweg unterstützt werde, erläutert Claudia Fell.

Die Karriereleiter erklimmen Absolventen im Normalfall schnell, nicht umsonst gilt in den meisten Beratungen das ›Up-or-out‹-Prinzip, das einen Aufstieg vorsieht – oder aber den Ausstieg. Der erste Karrieresprung ist bereits nach dem ersten Jahr geplant, ein weiterer nach drei bis fünf Jahren. Absolventen mit lediglich einem Bachelor-Abschluss müssen allerdings damit rechnen, dass der Aufstieg zum Project Manager oder Partner nicht ohne Weiteres möglich ist. Dafür bieten die meisten Beratungen ihren Top-Mitarbeitern finanzielle Unterstützung beim weiterführenden Studium, einem MBA oder sogar einer anschließenden Promotion.

»Alle festangestellten Berater haben die Möglichkeit, sich nach mindestens 18 Monaten der Firmenzugehörigkeit für eine Promotion oder einen MBA freistellen zu lassen«, so Christine Rupp, Partnerin bei Strategy&.

Hohe Anforderungen an Bewerber

Eines sollte Bewerbern jedoch klar sein: geschenkt gibt es die attraktiven Benefits nicht. Weiterhin gilt in der Branche ein Arbeitspensum, das über die üblichen 40 Stunden weit hinausgehen kann. Arbeitsintensive Wochen bei Mandanten und Dienstreisen sind branchenüblich. Dennoch: dass die Zeiten sich ändern, ist auch an den Consulting-Unternehmen nicht spurlos vorüber gegangen. Sie begegnen dem Karrierebild der Generation Y mit modernen Teilzeitmodellen, Sabbatical-Optionen oder Home-Office-Lösungen. Und wie die Beliebtheit der Branche beweist: Die Rechnung geht auf, denn immerhin acht Prozent der WiWi-Absolventen sind in der Beratungsbranche und der Firmenleitung tätig, nur der Einzel- und Großhandel beschäftigt mit einem Anteil von zehn Prozent noch mehr Wirtschaftswissenschaftler.

Die Anforderungen an Absolventen entsprechen der Devise, die auch für Förderungsmöglichkeiten und Einstiegsgehälter gilt:

»Von Bewerbern erwarten wir sehr gute akademische und auch schulische Leistungen«, bestätigt Rupp von Strategy&.

Noten sind nicht alles, Soft Skills sind gefragt

Das Prinzip eines überdurchschnittlichen Studienabschlusses wird auch bei KPMG gelebt. Die Abschlussnote, die mindestens im guten Bereich liegen solle, sei ein wichtiges Kriterium, so Carsten Müller. Schließlich gibt es Aufschluss über die Motivation und Leistungsfähigkeit eines Bewerbers. Dennoch sind gute Noten alleine natürlich nicht alles. Das Profil wird ergänzt durch eine teamorientierte, ambitionierte und bodenständige Persönlichkeit sowie praktische Erfahrungen durch einschlägige relevante Praktika und »einen Auslandsaufenthalt während des Studiums. Das ist für uns ein Muss«, sagt Rupp. Kommen noch Kommunikationsfähigkeit und Reisebereitschaft hinzu, haben Absolventen gute Chancen auf einen Zuschlag.


Anzeige

Anzeige