Sebastian Ley s/w

Einstieg im Consulting bei Prognos

Sebastian Ley durfte bei Prognos vom ersten Tag an mit anpacken!

Vorstellungsgespräch & erster Arbeitstag

»Schatz, deine Diplomarbeit ist fertig gedruckt «, sagt Sebastians Freundin am Telefon. Und kurz nachdem er aufgelegt hat, bimmelt das Handy wieder. »Herr Ley, wir würden Sie gerne zum Vorstellungsgespräch als Volontär einladen.« Selbst sechs Monate später klingt dieses zufällige Zusammenfallen der zwei Ereignisse immer noch witzig.

»Während ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, habe ich auch schon nach Stellenausschreibungen geguckt. Als ich die offene Volontärsstelle von Prognos AG online gefunden habe, musste ich an eine frühere Arbeitskollegin denken, die vorher schon bei Prognos AG gearbeitet hatte. Ich hab mir kurz am Telefon von ihr erklären lassen, worauf ich bei der Bewerbung achten muss und eh ich mich versah, saß ich zum Vorstellungsgespräch in der Zweigstelle in Düsseldorf«, erzählt Sebastian. 

»Schon am ersten Arbeitstag ging’s ab in den Flieger nach Berlin und mit einer Kollegin zum ersten Kundentermin. Ich hatte mir zwar erhofft, dass ich früh viel mit anpacken darf, aber davon war selbst ich überrascht. Berlin am ersten Tag«, sagt er, während wir einen Kaffee in seinem Wohnzimmer schlürfen. »Mehr Learning- on-the-Job ging wirklich nicht. Wir waren da, um einem Kunden dabei zu helfen, eine Lösung für den Arbeitsrückstau zu finden. Irgendwas lief im System schief und führte kontinuierlich zu Verzögerungen.« Mehr will Sebastian dann aber auch nicht sagen, denn er nimmt seinen Job ernst und möchte keine Kundendetails weitergeben. »Es ist schon spannend, hinter die Kulissen schauen zu dürfen, gerade da wir viel mit öffentlichen Verwaltungen arbeiten. Dass ich das, was ich bearbeite, für mich behalte, versteht sich von selbst.« 

Traumjob Unternehmensberater?

Die Prognos AG arbeitet mit öffentlichen Unternehmen, Kommunen, Ländern und dem Bund zusammen. Dieser Aspekt war mit einer der Gründe, warum Sebastian den Job bei der 120 Mann starken Firma mit Hauptsitz in Basel unbedingt haben wollte.

»Studientechnisch war mein Werdegang nicht zwangsläufig auf Unternehmensberatung ausgelegt. Mit meinem VWL-Abschluss der Uni Bonn hätte ich Verschiedenes machen können. Ich habe jedoch während des Studiums schon ein Praktikum im Bereich Unternehmensberatung gemacht und war echt fasziniert. Als ich dann die Möglichkeit gesehen habe, mein privates Interesse an Politik und Wirtschaft zum Beruf zu machen, wusste ich: Genau das will ich machen.«

Unternehmensberatungen haben verschiedene Kernkompetenzen. Zum einen haben sie einen neutralen und unvoreingenommenen Blick von außen.

»Das ist vergleichbar mit dem Versuch die eigene Bachelorarbeit Korrektur zu lesen. Wenn du zu nah an deinem eigenen Erzeugnis dran bist, fehlt dir oft einfach die nötige Distanz, um Fehler zu sehen«, sagt Sebastian. »Jemand, der neu dazu kommt, ist im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht ‘betriebsblind’ und sieht Abläufe im Unternehmen, die sich über Jahre zwar bewiesen haben, mit neuen Technologien aber effektiver erledigt werden können.« 

Zudem haben Unternehmensberatungen das, was den Firmen in den meisten Fällen fehlt: Zeit, um sich mit solchen Strukturproblemen auseinanderzusetzen. Selbst wenn man sich der Schwächen der eigenen Firma bewusst ist, so mangelt es oftmals einfach an der Zeit, die benötigt wird, um sich wirklich praktikable Lösungen einfallen zu lassen. 

Mit einer Fehleinschätzung über die Branche räumt Sebastian gleich auf: Dass Unternehmensberatungen versuchen würden, dem Kunden in seinem eigenen Sektor ein X für ein U zu machen.

»Wir versuchen mit unseren Konzepten nicht, dem Kunden zu erklären, wie er seinen Job zu machen hat. Einem Sachbearbeiter, der seit 20 Jahren seine Fälle bearbeitet, kann ich nichts Fachliches erzählen. Ich kann ihm aber durchaus helfen, seine Arbeitsweise effizienter zu gestalten.«

Ein normaler Arbeitstag

Ein normaler Arbeitstag im Büro startet, wie für alle von uns, mit dem Einschalten des Computers. Dann werden erst mal E-Mails beantwortet und das dringlichste abgearbeitet. Oft sind das Recherchearbeiten, um Kon-zepte für Kunden erstellen zu können.

»Wenn wir zum Beispiel eine Landesverwaltung zum Thema Klimawandel beraten, dann heißt das für mich, dass ich mich ganzheitlich zum Thema ›Klima‹ informieren muss. Ich muss herausfinden was Klimawandel eigentlich heißt, wie der Ist-Zustand ist, was bald auf uns zukommen wird, welche Studien, Statistiken und dergleichen existieren. Dann schaue ich, was andere Verwaltungen in diesem Bereich bereits getan haben. Wie haben sie sich den neuen Erfordernissen gestellt?«

Eigentlich ist jeder Tag im seinem Büro, welches Sebastian sich mit zwei anderen Volontären teilt, ziemlich geschäftig. »An uns führt kein Weg vorbei «, scherzt er und ergänzt: »Unser Büro liegt direkt neben dem Druckraum und so können wir immer, wenn einer der dienstälteren Kollegen vorbeiläuft, Fragen stellen und uns Hilfe holen, wenn wir mal nicht weiterkommen.« Auch sonst ist im Büro die Atmosphäre ziemlich entspannt. Es herrscht weder Krawatten- noch Anzugzwang und er ist mit den meisten Mitarbeitern per Du. Dass es bei anderen Unternehmen nicht so läuft, ist ihm bewusst, aber gerade diese lockere Stimmung trägt für ihn dazu bei, dass er sich wohlfühlt. 

Sebastian hat sein Hobby zum Beruf gemacht:

»Ich war schon früher als sachverständiger Bürger im Sportausschuss der Stadt Neuss aktiv. Das ganze Thema Verwaltungen war mir somit nicht unbekannt. Auch in der Freizeit ist Politik einfach ein Thema für mich und in der Unternehmensberatung habe ich die Chance, Verwaltungssprozesse bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen und Behörden zu verbessern.«

Der Consultingbranche wird vieles nachgesagt, mitunter, dass man als Unternehmensberater keine Zeit mehr für ein Privatleben hat. Doch auch das kriegt Sebastian mit unter einen Hut. »Meine Freundin arbeitet nur ein paar Straßen weiter und so können wir ab und zu auch zusammen in die Mittagspause gehen. Trotz der vielen Stunden schaffe ich es fast immer abends zum Fußballtraining und genug Zeit fürs ›Schützenwesen‹ bleibt auch.« Wenn ein Projekt dem Ende zu geht und mehr Stunden verlangt, muss der ein oder andere private Termin hinten anstehen. Das findet Sebastian aber völlig in Ordnung.

Dann strahlt er und fügt hinzu: »Ich hab einfach jeden Tag das Gefühl, dass meine Arbeit etwas bewegt. Von Praktikantenstelle bei der man nur kopiert und Kaffee kocht also keine Spur.


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