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So klappt dein Einstieg ins Consulting 089photoshootings / CC0 Public Domain unter pixabay.com

Schnelles Wissen: Einstieg ins Consulting

So machst du Karriere als Unternehmensberater

Das kleine Einmaleins des Consultings

Wer ein Faible für die Unternehmensberatung hat, kennt es wohl, das berühmt-berüchtigte ›Up or out‹-Prinzip: Wer nicht aufsteigt, steigt aus. Doch immer langsam, davon solltest du dich keineswegs abschrecken lassen. Denn die Branche lockt unter anderem mit Spitzengehältern, internationalen Erfahrungen und schnellen Aufstiegsmöglichkeiten. Wir zeigen dir, worauf es im Consulting ankommt, wie du ticken solltest und was du heute schon tun kannst, um deinen Einstieg perfekt vorzubereiten.

Wegweiser durch den Beratungsdschungel

Consulting ist nicht gleich Consulting. Die Beratungsbranche ist riesig und ihre Ausrichtungen vielfältig. Generell unterteilt sie sich jedoch in vier große Bereiche:

Managementberatung: Diese Berater haben das große Ganze im Blick und sorgen dafür, dass die Unternehmen ihre anvisierten Ziele erreichen. Dabei kontrollieren sie, ob die unternehmerischen Strategien auf lange Sicht Sinn machen, und bringen diese mit den aktuellen Rahmenbedingungen in Einklang.

Personalberatung: Hier steht der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Bei allen Fragen zum Thema Personal – sei es Anwerbung, Führung, Struktur oder Weiterbildung – stehen diese Beraterden Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

IT-Beratung: IT-Consultants finden Lösungen für Unternehmen mit technischen Problemen. Außerdem kümmern sie sich als Experten auf ihrem Gebiet um die Implementierung,Weiterentwicklung und Wartung von IT-Systemen.

Organisations- und Prozessberatung: Die Berater dieser Sparte sehen sich das Innenleben eines Unternehmens ganz genau an. Besonders interessiert sind sie dabei an unternehmenstypischen Strukturen und Abläufen, die mit großer Wahrscheinlichkeit über Unternehmenserfolg und -niederlage entscheiden.

Her mit der Kohle

Bei den Top-Beratungen können Einsteiger bis zu 110.000 Euro brutto im Jahr einsacken. Die untere Grenze liegt bei einem Bruttojahresgehalt von 38.000 Euro. Prinzipiell ist das Gehalt immer von der Größe der Beratung sowie den Vorerfahrungen des Kandidaten abhängig.

Hoch die Leiter

»Je nach Vorerfahrung und individueller Leistung im Projekt findet eine Beförderung in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren statt.«

Dorothee Scharf, Leiterin Recruitment bei Sopra Steria Consulting

Meine Kollegen und ich

»Zu unserem Beraterteam gehören Geisteswissenschaftler, Juristen, Physiker und Mathematiker. Etwa 50 Prozent unserer Berater sind allerdings Wirtschaftswissenschaftler.«

Claudia Fell, Recruiting-Partnerin bei Oliver Wyman

So läuft der Hase

Ständige Weiterbildung gehört fest zum Arbeitsalltag eines Beraters: In sehr kurzer Zeit eignest du dir schon als Einsteiger einen großen Wissensschatz an. Startet ein neues Projekt, lernst du in Gesprächen und anhand von Unterlagen die Kunden, ihr Unternehmen und ihre Branche kennen. Anschließend folgt der kreative Part: Zusammen mit dem Kunden entwickelst du neue Strategien und Konzepte, die danach in das Unternehmen integriert werden. Die abschließende Dokumentation sichert das neu gesammelte Wissen und trägt auch zur Optimierung nachfolgender Projekte bei.

Trends: Das blüht dir

Der digitalen Welt gehört die Zukunft – das gilt auch für die Consultingbranche. Deshalb hat Oliver Wyman in den letzten Jahren Einheiten aufgebaut, die vor allem Themen rund um die Digitalisierung und den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle bearbeiten.

»Diese Themen werden für unsere Klienten immer relevanter. Insbesondere IT-Spezialisten werden künftig sehr gute Entwicklungschancen in der Beratung haben«,

weiß die Recruiting-Partnerin Claudia Fell.

Eine Frage des Geschmacks

Mit ihrem Abschluss in der Tasche haben Absolventen oft die Qual der Wahl: Ist es sinnvoller als Trainee oder direkt einzusteigen? Dorothee Scharf, Leiterin Recruitment bei Sopra Steria Consulting, weiß Rat:

»Der Vorteil am Einstieg als Trainee ist es, verschiedene Bereiche eines Unternehmens innerhalb eines festgelegten Zeitraums kennenzulernen. So können Einsteiger herausfinden, welcher Aufgabenbereich sie am meisten interessiert. Im Gegensatz dazu werden Berufsanfänger bei einem Direkteinstieg langfristig in einem bestimmten Bereich eingesetzt und können somit von Beginn an eine größere Verantwortung übernehmen.«

Den Traumjob ergattern

Erstklassige Noten sind in der Branche eine Grundvoraussetzung. Zusätzlich kannst du als Bewerber mit Praxis- und Auslandserfahrungen punkten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

»In einer studentischen Unternehmensberatung lernen Studierende das wichtigste Handwerkszeug on-the-job. So sammeln sie bei eigenen Projekten schon früh wertvolle Erfahrungen, die sie später im Beruf weiterbringen«,

weiß Sarah Hölscher vom Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen (BDSU).

Harte Schale, weicher Kern

Natürlich müssen Berater ihre Kunden mit harten Fakten überzeugen und ihnen klare Lösungen bieten. Doch Soft Skills sind dabei unersetzlich. Sarah Hölscher vom BDSU nennt Teamfähigkeit an erster Stelle. Aber auch Belastbarkeit sowie ein gutes Zeit- und Selbstmanagement seien unabdingbar.

 


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