Motivationsschreiben

Hervorstechen – Überzeugen – Begeistern

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Inhalte des Motivationsschreibens.

Oft trennt uns nur ein Motivationsschreiben von dem gewünschten Studienplatz oder von einem Stipendium. Doch was charakterisiert ein Motivationsschreiben und unterscheidet es von einer Bewerbung?

Ein Motivationsschreiben ist in erster Linie eine Vorstellung der eigenen Fähigkeiten. Es soll die eigenen Ambitionen verdeutlichen und dich von den anderen Bewerbern abheben. Verglichen mit dem normalen Anschreiben in der Bewerbung geht das Motivationsschreiben viel mehr in die Tiefe und beschreibt auf eine sehr persönliche Weise detailliert die Beweggründe und den Anreiz, warum du dich um einen Studienplatz oder ein Stipendium bewirbst. Für das Motivationsschreiben gibt es keine bestimmten formalen Vorgaben, du kannst also völlig frei formulieren und dem Schreiben deine ganz persönliche Note verleihen.

 

Inhalte des Motivationsschreibens

Gib eine Antwort auf die folgenden Leitfragen:

  • Was ist deine Motivation?
  • Warum willst du unbedingt diesen Studienplatz oder das Stipendium?
  • Was begeistert dich daran?
  • Warum verdienst speziell DU diesen Studienplatz? / Warum solltest ausgerecht DU gefördert werden?
    --> Kernkompetenzen, berufsspezifische Qualifikationen, besondere Fähigkeiten, etc.
  • Was sind deine Stärken?
  • Was bietest du?
  • Was sind deine Erfahrungen?
  • Was sind deine Erfolge?
  • Warum solltest ausgerechnet du gefördert oder genommen werden?
  • Wo liegen deine Ziele/Absichten?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich für dich bei einer erfolgreichen Bewerbung?

 

Formen des Motivationsschreibens

Fließtext

Gleicht einer persönlichen Erzählung, wirkt deshalb aber schnell unübersichtlich, sollte daher in kurze Sinnabsätze geteilt oder mit Zwischenüberschriften versehen werden Mögliche Zwischenüberschriften wären zum Beispiel: Was Sie über mich wissen sollten Das zeichnet mich aus Warum ich die richtige Person bin etc.

Aufzählung

Erfasst in kurzen Sätzen mit Schlüsselbegriffen deine Qualifikationen, wirkt übersichtlicher, dafür aber auch unpersönlicher  

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Aufbau des Motivationsschreibens

  1. Überschrift
    Soll kurz verdeutlichen warum das Motivationsschreiben verfasst wird
  2. Einleitung
    Ein kreativer und aussagekräftiger Einstieg mit einem fließenden Übergang zu deinen ausführlichen Beweggründen; soll den Leser neugierig machen und Lust auf Weiterlesen machen. Ein Einstieg mit „Hiermit bewerbe ich mich...“ oder „Mit Freude habe ich gelesen…“ klingt nicht nur langweilig, sondern ist unkreativ und zeigt, wie wenig Gedanken sich der Bewerber gemacht hat. Grundlegend gilt: Rege zum Weiterlesen an!
  3. Hauptteil
    Kreative Ausarbeitung und Verknüpfung der zu Beginn erklärten Leitfragen
  4. Schluss
    Vermeide den formalen Bewerbungsschluss wie „Über eine Einladung zum Bewerbungsgespräch würde ich mich sehr freuen!“ oder „Habe ich ihr Interesse erweckt? ...“. Fasse besser noch einmal kurz zusammen, warum du genau die richtige Person bist.

Umfang des Motivationsschreibens

Auch hier gibt es keine festen Vorschriften, es wird jedoch empfohlen, zwei DIN-A4-Seiten nicht zu überschreiten. Das Motivationsschreiben soll einen schnellen Überblick ermöglichen und keine 10-seitige Erlebniserzählung werden!

Fehler beim Motivationsschreiben

  1. Wiederholungen: Du überzeugst nicht von deinen Fähigkeiten, wenn du etwas mehrfach wiederholst! Überlege dir aussagekräftige und vor allem unterschiedliche Argumente, die für deine Person sprechen.
  2. Nicht authentisch: Beim Motivationsschreiben darfst du deine Persönlichkeit zeigen, bleibe jedoch bei der Aufzählung authentisch und erfinde dich nicht grundlegend neu.
  3. Reine Aufzählung: Vermeide eine reine Auflistung deiner Fähigkeiten, argumentiere und untermauere deine Aussagen.
  4. Zu lang: Das Motivationsschreiben ist keine Erlebniserzählung, fasse dich kurz, bleibe aussagekräftig und komme schnell auf den Punkt. Der Umfang sollte zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten.
  5. Uninteressante Erfahrungen &/oder Fähigkeiten: Strecke das Motivationsschreiben nicht künstlich in die Länge. Fasse wirklich nur die Fähigkeiten und Erfahrungen zusammen, die für die jeweilige Ausschreibung interessant sind.
  6. Fehlende Begründungen: Verdeutliche mit richtigen Beispielen und Argumenten deine persönlichen Merkmale, Fähigkeiten und Erfahrungen.
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Schnelle Tipps für das Motivationsschreiben

  • Achte auf eine gute Formulierung, richtige Grammatik, Rechtschreibung und einheitlichen Schreibstil
  • Beschränke den Umfang
  • Nutze aussagekräftige Überschriften
  • Argumentiere und gib Beispiele für deine Fähigkeiten
  • Bleibe authentisch und persönlich
  • Gib nur die wichtigsten Informationen mit einem Mehrwert über dich preis
  • Achte auf ein einheitliches Design/Layout, sei kreativ

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